Nach Fläche, Bevölkerung und Wirtschaftskraft ist Brasilien das bedeutendste Land Südamerikas
und eine der größten Volkswirtschaften der Welt.
Trotz verschiedener Krisen verläuft die politische,
wirtschaftliche und soziale Entwicklung seit der Durchsetzung der Demokratie 1988 stabil.
Brasilien zählt zu den so genannten Schwellenländern, die sich umfassend vom Entwicklungs-
zum Industriestaat wandeln.
Das Land ist einer der wichtigen Akteure im internationalen Politikdialog –
etwa im Rahmen der Vereinten Nationen, im Welthandelssystem und
bei den internationalen Bemühungen um Umweltschutz.
Aufgrund seiner zentralen Rolle für die politische und wirtschaftliche Entwicklung
Lateinamerikas ist Brasilien eines der Ankerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Trotz einer gezielten Armutsbekämpfungspolitik der brasilianischen Regierung lebt noch immer rund
ein Fünftel der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze,
der überwiegende Teil im Norden und Nordosten des Landes.
Einkommen und Ressourcen sind extrem ungleich verteilt.
Das wirtschaftliche Wachstum weiter anzukurbeln und zugleich die
zunehmende Umweltzerstörung aufzuhalten, ist eine der großen Herausforderungen für Brasilien.
Der Regenwald am Amazonas – durch unkontrollierte Abholzung und Brandrodung bedroht –
ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde und
wichtig für den globalen Klimahaushalt.
Entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien
2006 haben Deutschland und Brasilien ihre Entwicklungszusammenarbeit neu ausgerichtet,
um dem Entwicklungsstand und der gewachsenen globalen und regionalen Bedeutung Brasiliens
besser gerecht zu werden.
Als Schwerpunkte der Kooperation wurden der Schutz des Tropenwaldes und die Förderung
von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz vereinbart. Ziel der Bundesregierung ist es,
die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Brasilien zu einer strategischen Partnerschaft
weiterzuentwickeln.
Quelle :
Bundesmisnisterium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung